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Heute bin ich mit einer Gruppe junger Studenten der Universität in Innsbruck am Stubaier Gletscher.

Der Wetterbericht ist seit Tagen wunderbar. Sonnenschein soweit das Auge reicht. Im Tal sind schon sehr winterliche Temperaturen im Bereich von ca. - 5 bis - 6 Grad Celsius am Morgen. In mittleren Lagen um die 1500 m ist es etwas milder. Vor allem in den Südexpositionen ist es für die Jahreszeit angenehm warm. Auf 3000 m ist es vor allem im Schatten recht kalt, mit Temperaturen um die minus 10 Grad Celsius. " Strahlungswetter " mit kalten Nächten und in den Schattenexpositionen. Tolle Bedingungen für die aufbauende Schneeumwandlung. Dieser sind wir heute am 06.12.2016 auf der Spur. 

Gebundener Schnee.

Praktische Schnee und Lawinenkunde am Stubaier Gletscher.

Kantige Schneekristalle liegen unter einem sehr harten, durch Wind mechanisch umgewandelten Schneepaket auf einer dünnen Regenkruste.

ECT - Test. Wir beschäftigen uns mit einer möglichen Bruchfortpflanzung. Testergebnis ECTN 6 in der Aufbauend umgewandelten Schneeschicht auf der Regenkruste.

Ausgeprägte Oberflächenreifbildung in von Wind unbeeinflussten Geländebereichen auf ca.1900 m Seehöhe unterhalb der Dresdnerhütte.

Ein spannender Tag. Leider mit der Gewissheit, dass der Schneedeckenaufbau am Alpenhauptkamm nicht gerade ideal ist. Auch in tiefer liegendem Gelände, an denen der Schnee liegen geblieben ist, erwartet den Wintersportler bei der nächsten Schneefallperiode ein schwaches Fundament.